Xylit (Birkenzucker): Besser NICHT verzichten

Zankapfel Xylit (Birkenzucker / Unzucker)

Immer wieder wird in Berichten vor Produkten wie dem Unzucker (Xylit – Premium, auch Birkenzucker genannt) gewarnt, wie zum Beispiel im Gesundheitstipp-Artikel. Dort gibt es Folgendes zu lesen:

[…Produkte wie der Unzucker] haben 40 Prozent weniger Kalorien als Haushaltzucker, halten den Blutzuckerspiegel niedrig, verhinderen Heisshungerattacken und förderen die Verdauung. Zudem schonen diese die Zähne. Auch zum Backen, Kochen und für Desserts soll sich Birkenzucker eignen.[…]

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[…] Experten beurteilen Xylitol (Birkenzucker – und eben auch Produkte wie den Unzucker) jedoch kritisch. […] Grösstes Problem der Zuckeralkohole wie Xylit, Sorbit, Mannit oder Isomalt: Im Dickdarm werden sie durch Bakterien vergärt, was zu Blähungen führt. Wer mehr als 20 bis 30 Gramm Produkte wie Unzucker (also Birkenzucker) pro Tag zu sich nimmt, hat häufiger Durchfall. […]

Experte widerspricht: Xylitol unbedenklich

Interessant ist, dass Experten diesbezüglich kein Problem verorten. Der ehemalige Leiter der Berner Schulzahnklinik schreibt dazu in einem Report zum Xylit:

[…] Xylit findet sich in allen menschlichen Geweben, besonders jedoch in der Leber. Xylit kommt natürlicherweise in vielen Früchten, Beeren und Gemüsepflanzen vor. […] Bei Zufuhr grosser Mengen von Xylit resp. Birkenzucker kann es […] zu Durchfällen kommen. Die Resorptionsrate [die Aufnahme von Stoffen im Darm – Anm. d. Red.] kann im Verlaufe weniger Tage stark gesteigert werden. Kinder zeigen nach einer Einzeldosis von 10g keine negativen Effekte und Tagesmengen von etwa 50 bis 70g werden von Erwachsenen problemlos vertragen. Nach Gewöhnung und Anpassung kann sich diese Menge ohne Weiteres bis auf 200g pro Tag erhöhen.

Die Kommentare auf der Webseite «Gesundheitstipps» widersprechen dem Artikel diametral:

zabadou schreibt im Februar 2017:

Ist da die Zucker-Lobby dahinter?

Ich finde es bedenklich, dass Produkte wie der Unzucker (Birkenzucker) mit so vielen guten Eigenschaften, dem weissen Industriezucker untergeordnet wird. Ich verwende Xylit seit einigen Jahren, auch für meine Tochter, und wir haben beide keine Karies und auch keine Verdauungsprobleme. […] Ich backe damit und mache Confituren, beides geschmacklich ohne Unterschied zu weissem Zucker. […] …man bekommt den Eindruck, dass möglichst keine Konkurrenz zum herkömmlichen Zucker entstehen darf – so versucht man unbedingt etwas Schlechtes in den gesunden Alternativ-Produkten zu finden. Es wäre sinnvoll, an dieser Stelle auch einmal die Studien und Erfahrungsberichte und Langzeitwirkung des weissen Zuckers zu erwähnen`!

Altmann schreibt Ende Januar 2017

Schwachsinn pur

Selten so einen Schwachsinnigen Artikel gelesen – mich ärgert, dass ich erst vor wenigen Monaten dahinterkam, welch tolle Eigenschaften mit Produkten wie Unzucker verbunden sind. Ich habe glatte Zahnoberflächen, so als käme ich täglich frisch von der Mundhygiene, meine Zahntasche hat sich nach 7 Jahren endlich geschlossen, das Zahnfleisch ist fest, die Parodontose besiegt und die Zahnhälse schmerzunempfindlich. Was will ich mehr? Musste mich in den letzten Jahren alle 3 Monate einer Mundhygiene unterziehen, das ist jetzt Geschichte – und die teuren Zahnpasten ebenso. Bin gespannt, ob ich jetzt der Zensur unterliege.

Birkenzucker: Besser verzichten – Kommentare: https://www.gesundheitstipp.ch/artikel/d/birkenzucker-besser-verzichten/

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